Thursday, 10 December 2015

Where did that.... come from? Buying Antiquities



"Unsere Handreichung will Ihnen Hilfestellung zu Ihren Fragen geben. Woher stammen archäologische Objekte, die sich im Handel befinden? ": Antike Objekte im Internet kaufen? Ein Wegweiser des DGUF-Arbeitskreises Kulturgutschutz Some good advice here for the German buyer and even has English questions so the European can get information from potentially dodgy US and UK dealers:
Der Verkäufer schreibt, das Stück stamme aus einer alten Sammlung, von einem Dachboden oder aus langjährigem Familienbesitz. [...] Allerdings ist die Zahl der echten "alten Sammlungen" sehr begrenzt. Das Ange bot auf dem Markt übersteigt die Zahl der Objekte, die aus solchen echten und legalen "alten Sammlungen" stammen können, deutlich. Sie können daher davon ausgehen, dass ein großer Teil der Objekte, die heute mit der Bezeichnung "aus einer alten Sammlung" auf dem Markt angeboten werden, tatsächlich aus Raub-grabungen stammen und nicht aus legalen alten Sammlungen. [...] Oder es handelt sich wirklich um eine sehr (!) alte Sammlung, die nachweislich noch vor dieser Zeit zusammenge-tragen wurde. Ein seriöser Händler wird Ihnen dies gewiss gerne nachweisen, auch, weil ein solcher Nachweis legaler Herkunft den Preis der Objekte steigern würde.

Wie kann ich denn herausfinden, ob das Stück, für das ich mich interessiere, legal gehandelt wird?
Antike Objekte dürfen grundsätzlich nur gehandelt werden, wenn ein Herkunftsnachweis vorliegt, der aussagt, woher das Stück stammt und wann es in den Handel gekommen ist. Das ist so ähnlich wie bei einem Gebrauchtwagen: Ohne KFZ-Papiere würden Sie ihn ganz sicher nicht kaufen und Ihnen wäre sofort klar, dass etwas faul an der Sache ist. Fragen Sie also den Anbieter, ob er im Besitz eines solchen Nachweises ist. Dazu gehört u. a. eine Exportbestätigung aus dem Herkunftsland. Auch bei einem Kauf von z. B. römischen Münzen, die angeblich in Deutschland gefunden wurden, sollte man einen solchen Herkunftsnachweis verlangen. Denn gerade bei römischen Münzen, die ja im ganzen römischen Weltreich völlig gleichartig in Verkehr waren, können Sie nicht davon ausgehen, dass der angegebene Fundort auch der tatsächliche Fundort ist – außer, der Verkäufer legt Ihnen dafür einen glaubwürdigen schrift- lichen Nachweis vor. Bei der Auktionsplattform "Ebay", beispielsweise, gibt es eine einfach zu bedienende Funktion: "Fragen stellen an den Verkäufer", wenn Ihnen eine Information fehlt. Beispielsweise können Sie den Verkäufer fragen
"Können Sie einen Fundort nennen?" ("Are you able to name the exact site where this object was found?")
"Können sie die Ausfuhrgenehmigung vorweisen?" ("Can you provide an export license?")
"Ich möchte sicher sein, dass hier keine ar chäologische Fundstelle zerstört wurde. Wie sind Sie in den Besitz dieses Fundes gelangt?" ("I want to make sure that no archaeological site has been destroyed. How came these finds into your possession?")

Lassen Sie sich nicht mit einer vom Verkäufer selbst ausgestellt en Bescheinigung abspeisen, diese ersetzt kein gültiges Dokument, sondern verlangen Sie vor jedem Kauf die Kopie offizieller Dokumente – auch den KFZ-Brief dürfte ein Verkäufer ja nicht selbst ausstellen. Nur wenn Sie glaubhafte, detaillierte Antworten erhalten sowie Scans/Kopien von offiziellen Dokumenten, können Sie davon ausgehen, dass das Stück, für das Sie sich interessieren, legal im Handel ist. ^p Wenn der Verkäufer Ihnen keine plausiblen Antworten und auch keine Unterlagen vorzeigen kann, sollten Sie von dem Kauf des Objektes unbedingt Abstand nehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Objekt aus einer illegalen Quelle stammt, ist dann sehr hoch. Mit dem Kauf machen Sie sich möglicherweise strafbar. Auf jeden Fall aber fördern Sie die illegalen Machenschaften der Raubgräber, indem Sie ihnen die Möglichkeit geben, mit ihrem Tun Geld zu verdienen.
The text goes on to warn about fraud involving fake antiquitioes and the possibility that a buyer can in future be prosecuted for handling stolen goods if he buys dodgy antiquities. The links between the trade in illicit antiquities and the culture criminals that do it is made, terrorism financing is mentuioned as another possibility a responsible buyer should think on.
Nach unserer Überzeugung ist es kein Zeichen von Bildung, Kulturbewusstsein und gehobenem Ambiente, antike Gegenstände in seiner Wohnung ins Regal zu stellen. Sie würden sich vermutlich auch keine Felle bedrohter Tierarten an die Wand hängen, weil Ihnen bewusst wäre, dass Sie damit aktiv zur Zerstörung einer unwiederbringlichen Ressource beitragen. Wir möchten Ihnen ans Herz legen, über Antiken genauso zu denken. Wer Antiken besitzt, die möglicherweise illegal sind, zeigt nach unserer Überzeugung nicht Bildung und Kulturbewusstsein, sondern vielmehr ein mangelndes Kulturbe wusstsein. Wer sich für Antike und Geschichte engagieren möchte, sollte dies auf andere Weise tun als durch das Besitzen-Wollen von Originalen
And here is the rub, since most artefacts on the market today have had their documentation "disappeared" so that licit cannot be differentiated from illicit:
Weil die Legalität von Antiken oft nicht bewi esen werden kann und weil Netzwerke illegal arbeitender Antikenhändler schwer zu entwirren sind, vor allem für Einzelpersonen, empfehlen wir Ihnen eine klare Linie: Kaufen Sie keine Antike n. Niemals.
Buying the excellent museum reproductions available today (the BM did a nice line - often limited editions) is an excellent way to provide the "ambiance"
Eine Kopie ist keine "schlechte Alternative zum Original", sondern ein Zeichen Ihrer Unterstützung des Schutzes von Kulturgut.
As for the argument that collectors are "studying the past" we are still waiting for the demonstration that coins (for example) are a superior source of information about the past than archaeological research.

This is a really clearly-written and helpful public information document, why has the PAS never done anything like this (or the CBA for that matter)? Could the PAS not translate this into English for the benefit of the members of the British public to whom, they (the PAS) take public money to provide outreach to on matters connected with portable antiquities? Even the section on German law is important when British citizens go to Germany to get their hands on dugup relics of the past

2 comments:

Frank Siegmund said...

Many thanks! DGUF is busy with a translation of this "Handreichung" into English language. Best, Frank Siegmund.

Paul Barford said...

Brilliant, please make sure you send a copy to the Portable Antiquities Scheme, they might find it useful in their public outreach.

 
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